Kann man Cola während der Stillzeit trinken?
Zuletzt aktualisiert: 4. September 2026
Kurze Antwort: Ja – eine Cola gelegentlich ist in der Stillzeit kein Tabu. Aber es gibt zwei Punkte, auf die du achten solltest: den Koffeingehalt und den Zuckergehalt. Was das konkret bedeutet, erfährst du hier.
Kohlensäure in der Stillzeit – kein Risiko für das Baby
Ein weit verbreiteter Irrglaube: Kohlensäure aus Getränken soll die Muttermilch „aufschäumen“ oder Blähungen beim Baby verursachen. Das ist physiologisch nicht möglich.
Das in Getränken gelöste Kohlendioxid (CO₂) wird im Körper der Mutter über den Darm oder die Ausatemluft abgebaut – es gelangt nicht in die Muttermilch. Die einzigen Folgen für die Mutter sind ein leichtes Völlefühl und Aufstoßen.
Fazit: Kohlensäure ist in der Stillzeit unbedenklich.
Kohlensäure und Koliken – was sagt die Forschung?
Viele Mütter befürchten, dass bestimmte Lebensmittel oder Getränke Koliken beim Baby auslösen. Laut aktuellen Studien verringern Eliminationsdiäten das Koliken-Risiko jedoch nicht. Koliken haben meist andere Ursachen – ein unreifes Verdauungssystem gilt als häufigster Faktor.
Auf Cola aus Angst vor Koliken zu verzichten, ist daher nicht notwendig.
Koffein in der Stillzeit – wie viel ist erlaubt?
Koffein ist anders zu bewerten als Kohlensäure. Es wird über die Muttermilch an das Baby weitergegeben – und bleibt im Körper eines Säuglings deutlich länger aktiv als bei einem Erwachsenen.
Die empfohlene Tageshöchstmenge für stillende Mütter beträgt 300 mg Koffein.
Zur besseren Einordnung – Koffeingehalt gängiger Getränke:
| Getränk | Menge | Koffein ca. |
|---|---|---|
| Cola (klassisch) | 250 ml | 25 mg |
| Schwarztee | 200 ml | 40 mg |
| Espresso | 30 ml | 60 mg |
| Filterkaffee | 200 ml | 90 mg |
| Energy Drink | 250 ml | 80 mg |
Ein Glas Cola enthält also nur rund 25 mg Koffein – weniger als ein Drittel Tasse Kaffee. Die 300-mg-Grenze ist durch Cola allein kaum zu erreichen. Kritisch wird es erst, wenn du gleichzeitig mehrere Tassen Kaffee oder Tee trinkst – dann zählt der Cola-Beitrag mit.
Zu viel Koffein kann beim Baby folgende Symptome auslösen:
- Unruhe und Reizbarkeit
- Schlechter Schlaf, häufiges Aufwachen
- Hyperaktivität
Cola und Zucker – das eigentliche Problem
Neben dem Koffein ist der hohe Zuckergehalt der eigentliche Grund, Cola nicht täglich zu trinken. Ein normales Glas Cola (250 ml) enthält etwa 25 g Zucker – das entspricht 5 Teelöffeln.
Stillende Frauen haben zwar einen erhöhten Kalorienbedarf, aber leere Kalorien aus Zucker liefern keine Nährstoffe – weder für dich noch für dein Baby. Regelmäßiger Konsum kann zu Gewichtszunahme führen und die Qualität der Muttermilch beeinflussen.
Cola Zero oder Light: Kein Zucker, aber weiterhin Koffein und Süßungsmittel. In Maßen kein Problem – sollte aber kein Standardgetränk werden.
Bessere Alternativen für Stillende
Wer auf Erfrischung aus ist, findet koffeinfreie und zuckerarme Alternativen, die den Körper und die Milchbildung besser unterstützen:
- Stilles oder leicht kohlensäurehaltiges Wasser mit Zitrone oder Gurke
- Fenchel- oder Melissentee – gut für Entspannung und Milchfluss
- Ingwerwasser – erfrischend und verdauungsfördernd
- Verdüinnte Fruchtsäfte ohne Zusatzzucker
In der Stillzeit werden ca. 2–3 Liter Flüssigkeit täglich empfohlen. Was du außerdem in der Stillzeit bedenkenlos essen darfst – etwa Erdbeeren und Zitrusfrüchte – erfährst du hier: Erdbeeren in der Stillzeit – Mythos oder echtes Risiko?
Fazit – Cola in der Stillzeit
Gelegentlich eine Cola zu trinken ist in der Stillzeit kein Problem. Die Kohlensäure schadet weder dir noch deinem Baby. Beim Koffein lohnt es sich, den Überblick zu behalten – besonders wenn du auch Kaffee oder Tee trinkst. Der eigentliche Grund, Cola nicht täglich zu trinken, ist der hohe Zuckergehalt.
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Häufige Fragen zu Cola in der Stillzeit
Wie viel Koffein ist in einer Cola?
Ein Glas Cola (250 ml) enthält ca. 25 mg Koffein. Die empfohlene Tageshöchstmenge für stillende Mütter beträgt 300 mg – Cola allein überschreitet diese Grenze kaum.
Kann ich Cola Zero in der Stillzeit trinken?
Cola Zero enthält keinen Zucker, aber Koffein und Süßungsmittel. In Maßen ist sie unbedenklich, sollte aber kein tägliches Getränk sein.
Verursacht Kohlensäure Koliken beim Baby?
Nein. Kohlensäure gelangt nicht in die Muttermilch. Ein wissenschaftlich belegter Zusammenhang zwischen Kohlensäure und Koliken existiert nicht.
Was darf ich als Stillende trinken?
Wasser, Kräutertees und verdüinnte Fruchtsäfte sind die besten Optionen. Koffeinhaltige Getränke sind in Maßen erlaubt – unter 300 mg Koffein pro Tag.
Ist Cola Light besser als normale Cola in der Stillzeit?
Cola Light hat keinen Zucker, aber genauso viel Koffein. Für die tägliche Flüssigkeitszufuhr ist sie keine bessere Wahl – Wasser oder Tee sind in beiden Fällen vorzuziehen.